Konzept -
Naturschutz und Naturpädagogik statt gedankenlosem Entenfüttern



Es reichte nicht Schilder mit dem Text aufzustellen: Enten füttern verboten. Statt dessen haben wir ein Naturschutz-Angebot entwickelt, das zu einer Attraktion für tierliebende Menschen - Kinder, Eltern, Großeltern geworden ist.

Diese Seite richtet sich vor allem an aktive Naturschützer und
soll die Grundlagen unserer Arbeit erläutern, sowie Anregungen
zur Nachahmung geben.


Die Erna-Ente-Initiative wird getragen von einem gemeinnützigen
Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Problematik der Stock-
enten-Überpopulation in konstruktiver Weise in einer Form
zu lösen, die Modell-Charakter für andere Kommunen hat.
Gleichzeitig soll das biologische Grundwissen der Bevölkerung auf
breiter Basis gefördert werden, um ein harmonisches Miteinander von
Natur und Mensch im Herzen einer Stadt zu ermöglichen.


Stockenten-Überpopulation ist ein häufiges Problem in Stadtparks.
Viel zu oft kommt es zu einem Entensterben, insbesondere durch
Botulismus. (Detailierte Informationen zum Botulismus finden Sie hier).
Auch die Bläßralle tritt an einzelnen Standorten sehr stark auf.
Wir würden gerne Tests unterstützen, inwieweit sich unser Konzept
auf andere Kommunen und andere Stadtparks übertragen lässt.
Kontaktieren sie uns, wenn Sie anderswo selbst Hand anlegen wollen, wir helfen gerne mit unserer Erfahrung !

Der Schwerpunkt unserer Arbeit hat sich im Laufe der Jahre verändert. Am Anfang ging es vor allem darum, die durch die langjährige massive Fütterung entstandene Stockenten-Überpopulation in den Griff zu bekommen
(siehe Konzept zur Normalisierung der Wasservogel-
zahlen in Stadtparks
).

Doch die Zeit, in der sich ganzjährig Hunderte
von Stock- und Hausentenmischlingen sowie Bläßrallen am Teich
tummelten, ist in Bad Nauheim längst vorbei. Der Große Teich im
Kurpark ist stattdessen zum Lebensraum von unzähligen Libellen,
Grünfröschen, Grasfröschen und Erdkröten geworden. Sogar ein Biber
ist im Jahre 2007 eingewandert, und die Teichufer sind inzwischen von
üppigem Bewuchs bedeckt, der in den Jahren 2001-2003 im Rahmen einer
Ausgleichsmaßnahme angepflanzt wurde.
Aber in dem Maße, wie wir
aus Naturschutzsicht erfolgreich waren, wurde deutlich, dass wir nun
verstärkt naturpädagogisch aktiv werden mussten. Vielen Park-
besuchern fehlt die Erfahrung, um die Schönheiten und den Arten-
reichtum eines naturnahen Gewässers in ihrer Vielfalt zu erkennen und
zu genießen.Bei diesen Besuchern, vor allem bei tierlieben aber natur-
fremden Familien mit Kindern, die zum „Enten füttern“ in den Park
kommen, das Interesse an den weniger auffälligen Teichbewohnern
und an Naturbeobachtung im Allgemeinen zu wecken, ist heute unser
wesentlichstes Ziel (siehe naturpädagogische Konzept).



1. Das Erna-Ente-Konzept zur Normalisierung der

    Wasservogelzahlen in Stadtparks




2. Das naturpädagogische Konzept der Erna-Ente-Initiative






Unser Konzept wurde von der Kommission der UN-Dekade ausgezeichnet.
Weitere Informationen    hier