Teichhühner


 

Die Kick-Boxer mit den großen, grünen Füßen

Meist benützen die grünfüßigen Teichhühner ihre großen Füße um schnell wegzurennen, denn die kleinen Wasservögel haben viele Feinde. Doch wenn es um Nachwuchs oder Revier geht, werden sie zu Furien. Selbst Schwäne nehmen Reißaus, wenn sich die Winzlinge auf sie stürzen und ihnen mit vorgereckten Krallen ins Gesicht flattern, um ihr Revier zu verteidigen. Und wenn ein Artgenosse in das Revier eindringt, kommt es zu wahren Wasserschlachten. Halb auf dem Rücken liegend und sich mit den abgespreizten Flügeln abstützend, kicken sie ihre Riesenfüße gegen den Gegner, dass das Wasser nur so spritzt. Erweist sich einer nach mehreren Boxrunden als schwächer und flieht, wird er vom Gewinner laut schreiend verfolgt, bis er sich weit aus dem Revier zurückgezogen hat. Solche Kämpfe spielen sich nicht nur im Frühling ab. Nur wenn Frostperioden die Tiere aus dem angestammten Revier vertreiben, versammeln sie sich relativ friedlich an noch offenen Wasserpartien zur Nahrungssuche.


 

Nachwuchs bei Familie Teichhuhn

Im Frühsommer schlüpfen häufig fast gleichzeitig am Kleinen und Großen Teich mehrere Teichhuhn-Gelege. Jetzt kann man die kleinen schwarzen Federbälle mit den riesigen Füßen sehr gut beobachten, wie sie zusammen mit Papa oder Mama am Ufersaum entlang laufen und gefüttert werden. Wer die unglaublich großen Füße sieht, dem wird auffallen, dass diese gar nicht wie Hühnerfüße aussehen. Diese Art ist nämlich nicht mit den Hühnern verwandt und wird deshalb korrekter Teich-Ralle genannt. Zu ihren nächsten Verwandten gehört das bekannte "Blässhuhn" (Bläß-Ralle). An den großen Zehen der Rallen befinden sich Schwimmlappen, die sich nur beim Schwimmen aufrichten, und so ein kraftvollen Antrieb im Wasser bewirken. An Land dagegen schmiegen sie sich an die Zehen und behindern so die Tiere nicht beim Rennen.