„In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare.“

(Aristoteles)

Der Bad Nauheimer Kurpark ist ohne Frage eine vom Menschen angelegte und gestaltete Fläche. Trotzdem gibt es viel Natur zu entdecken. Je nach Jahreszeit gibt es ganz Verschiedenes zu Erleben: Frühjahr und Sommer sind die Zeit der Blumen, Bienen und Schmetterlinge, aber auch der Tierbabys. Im Herbst sammeln Eichhörnchen ihre Vorräte, Igel fressen sich den Winterspeck an und Kraniche ziehen in den Süden. Im Winter schläft das Pflanzenreich, doch was die Biber treiben, lässt sich kaum je besser mitverfolgen und interessante Vögel wie Seidenschwanz, Erlenzeisig und Kormoran besuchen uns als Durchzügler und Wintergäste. Mit unseren Beobachtungstipps und Infos lohnt sich ein Parkspaziergang zu jeder Zeit!

Biber beobachten – Tipps und Tricks

Biber lassen sich das ganze Jahr über sichten. Die großen Nager halten keinen Winterschlaf, ganz im Gegenteil finden die größten Fällungen des Jahres meist in der kalten Jahreszeit statt, weil den Tieren dann das Grünfutter ausgeht. Die Bad Nauheimer Kurparkbiber sind Menschen gewohnt und lassen sich sehr gut beobachten, wenn ein paar Dinge beachtet werden.

Ruhe bewahren

Die Biber sind nicht scheu, aber sie sind vorsichtig. Sie dulden Menschen bis auf wenige Meter Distanz, wenn diese sich ruhig verhalten und keine hektischen Bewegungen machen. Da die Kurparkbiber streng nachtaktiv sind, lohnt es sich eine Taschenlampe mitzunehmen. Die Tiere sind nicht lichtscheu, aber sie mögen natürlich nicht dauerhaft angeleuchtet werden. Den Strahl der Taschenlampe langsam auf das Tier richten und nach einem Moment wieder ausschalten.

Der richtige Ort

Die Biber verlassen ihren Bau bei Dämmerung. Wenn es dunkel wird und die Tiere zur Nahrungssuche ausschwärmen, können sie oft von den Angelstegen aus gesichtet werden. Es lohnt sich, schon bei Tageslicht einen Rundgang zu machen und nach frischen Fraßspuren zu suchen. Oft kehren die Biber mehrere Nächte hintereinander an die gleichen Stellen zurück. Dort kann man sich dann mit etwas Abstand auf die Lauer legen.

Ohren auf!

Biber sind alles andere als leise Tiere. Wenn die plumpen Nager sich durch das Gebüsch oder den Uferbewuchs bewegen, raschelt und platscht es unverkennbar. Beim Fressen erzeugen die scharfen Schneidezähne deutliche Nagegeräusche und wenn die Tiere einen Baum in Arbeit haben, sind die Fällarbeiten über viele Meter hinweg gut hörbar. Wer auf Bibersuche ist, sollte also vor allem die Ohren aufsperren.



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Der Zug der Kraniche

Die Vögel des Glücks treten wieder ihre Reise in den Süden an. An den Hauptzugtagen können Tausende Kraniche gesichtet werden.